Zahntransplantation


Die Transplantation von Zähnen hat heute in der Zahnmedizin wieder ihren festen Stellenwert als Alternative zu prothetischen, kieferorthopädischen oder implantologischen Versorgungen bei Nichtanlage oder vorzeitigem Verlust bleibender Zähne durch Trauma oder als Folge von Karies.
Die biologischen Abläufe nach Zahntransplantation (Heilung von Pulpa und Parodont) sind heute gut wissenschaftlich dokumentiert.



Transplantation von Zähnen (2009)

Zahntransplantationen sind grundsätzlich in jedem Alter möglich. Sinnvoll und vorhersagbar erfolgreich sind sie aber nur innerhalb desselben Individuums sowie bei Kindern und Jugendlichen. Heute existieren gute wissenschaftliche Informationen über die biologischen Abläufe nach Zahntransplantation.
Auch die jeweiligen Risikofaktoren für den Misserfolg sind bekannt und bedingt beeinflussbar. Die Erfolgsraten nach Zahntransplantation müssen sich hinter denen von Implantaten nicht mehr verstecken, zu groß waren der Wissenszugewinn und der Qualitätsschub in den letzten Jahren. Das vorliegende Buch beleuchtet die Thematik unter dem Aspekt der aktuellen wissenschaftlichen Literatur und ist eine praktische Anleitung zur Durchführung von Zahntransplantationen – von der Planung bis ins Recall.


Inhaltsangabe als PDF

Zahntransplantationen bieten die Möglichkeit, nicht erhaltungswürdige oder fehlende Zähne auf biologische Weise zu ersetzen.
Als erfolgreiche Zahntransplantate haben sich Weisheitszähne, Prämolaren und Milcheckzähne etabliert.
Neben frühem Zahnverlust durch Karies und Nichtanlage von Zähnen gehören heute traumatologische Gründe zu den häufigsten Indikationen für eine Zahntransplantation.
Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte erkennen hier den Behandlungsbedarf häufig erst, wenn bereits sehr viel Knochen und Weichgewebe im ästhetisch wichtigen Frontzahnbereich verloren gegangen ist.

Ankylosierte Zähne im wachsenden Kiefer müssen in der Regel umgehend und konsequent entfernt werden. An die Stelle des nicht erhaltungswürdigen Zahnes sollte bei Kindern vor dem Wachstumsschub grundsätzlich ein Zahn mit vitalem Desmodont transplantiert werden, der den Fortschritt des Kieferwachstums stimuliert, auf diese Weise Knochen und Weichgewebe erhält und gleichzeitig ästhetischen sowie funktionellen Ansprüchen genügt.